Zukunft des Tourismussektors

Am 17. März 2021 führte die TRAN-Vorsitzende Karima Delli zusammen mit Mitgliedern der Lenkungsgruppe der Tourism Task Force (TTF) einen informellen Meinungsaustausch mit der portugiesischen Staatssekretärin für Tourismus Rita Marques über die aktuelle Situation im Tourismussektor. Die Staatssekretärin skizzierte drei Hauptprioritäten für die Ratspräsidentschaft in diesem Sektor: (a) Eine Definition aller Anforderungen, die eine sichere Wiederaufnahme des Reiseverkehrs ermöglichen würden. Während jeder einzelne Mitgliedstaat mit einer anderen Situation konfrontiert sein mag als seine Nachbarn, besteht definitiv die Notwendigkeit, aus den Fehlern der Vergangenheit beim Grenzmanagement zu lernen. Jenseits und neben der Einführung der Impfung muss das Vertrauen zwischen den Ländern wieder aufgebaut werden. Der Vorschlag der Kommission zum Digitalen Grünen Schein wird diesem Ziel näherkommen. (b) Sicherstellen, dass der Branche die geeigneten Finanzinstrumente zur Verfügung stehen. Unternehmen mit Liquiditätsproblemen könnten in naher Zukunft mit Solvenzproblemen konfrontiert werden, wenn nicht die richtigen Kapitalisierungsinstrumente zur Verfügung gestellt werden. Viele Unternehmen haben bis zu einem Jahr lang nur geringe oder gar keine Einnahmen erzielt. Daher hat die Präsidentschaft eine Verlängerung der Fristen für den temporären Unterstützungsmechanismus gefordert. c) Erstellung eines Fahrplans für die Zukunft des Tourismussektors, wobei der Beitrag, den der Tourismus zur Europäischen Grünen Digitalen Agenda leisten kann, hervorgehoben wird. Die Präsidentschaft arbeitet an einer Reihe von Schlussfolgerungen, die auf der Tagung des Europäischen Rates im Juni angenommen werden sollen.

Dazu gehören die Höherqualifizierung und Umschulung von Arbeitnehmern, die Ermöglichung des digitalen Übergangsprozesses, die Umarmung von Innovationen, die Verbesserung der Nachhaltigkeit, die zu vielen neuen Möglichkeiten führen kann, sowie die Arbeit zur Förderung der Vielfalt innerhalb des TourismusÖkosystems durch die Förderung von Tourismusmöglichkeiten innerhalb der Regionen. Die Mitglieder der Lenkungsgruppe der Task Force bestätigten ihre Unterstützung für diese Prioritäten, da sie solche Schritte schon seit einiger Zeit gefordert haben, einschließlich der Notwendigkeit, gezielte finanzielle Unterstützung für Unternehmen zu beschleunigen, da KMUs den größten Teil des Sektors ausmachen, und der dringenden Notwendigkeit einer Koordination bei der Wiederöffnung der Grenzen.


Studie: Auswirkungen auf Tourismus und Verkehr

Darüber hinaus wurde eine Gesamtstudie eines von Panteia für das Europäische Parlament durchgeführten Forschungsprojekts über die Auswirkungen von COVID-19 auf den Verkehrs- und Tourismussektor sowie die politischen Maßnahmen der EU und der Mitgliedstaaten veröffentlicht und bei der letzten TRAN-Sitzung im März vorgestellt. Die Studie beschreibt verschiedene Herausforderungen, vor denen die Branche steht, erläutert aber auch einige Chancen für den Transport- und Tourismussektor. Sie enthält auch einige Beispiele für bewährte Praktiken, wie z. B. die kontaktlose Lösung für den Transport, die die Buchungs- und Informationsdienste verbessert, Apps zur Anzeige der Fahrgastbelegung, die Nutzung von Staudaten an den Grenzen, um Lkw-Fahrer über Verspätungen zu informieren oder für den Tourismussektor - "Save Ravel Stamp", Staycation-Gutscheinregelung in Slowenien, Beihilfen für Reiseveranstalter.

Weiterführende Links:

Verfahrensakte: EU Strategy for Sustainable Tourism

Zussammenfassund der Studie

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